Achtung: Hautkrankheiten durch den Eichenprozessionsspinner

Raupen: Haarig, flauschig, drollig und ungefährlich? Von wegen!
Dass Raupen durch ihre nimmersatte Gefräßigkeit in unseren Gärten schnell Schaden anrichten, ist hinreichend bekannt. Aber dass die jetzt auch noch richtig giftig werden, schlägt dem Fass den Boden aus! Der Eichenprozessionsspinner breitet sich hierzulande immer weiter aus und hinterlässt seine Spuren: Gifthaare. Der Eichenprozessionsspinner hinterlässt sie in der freien Natur überall: An den Bäumen, auf dem Boden und sogar in der Luft. Wer seine Haut mit den Gifthaaren in direkten Kontakt bringt, kann unangenehme Überraschungen erleben: Entzündungen, Knotenbildungen und sogar Nesselsucht können auftreten, was im Allgemeinen als die Raupendermatitis bezeichnet wird. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn die Raupenhaare in die Augen gelangen, denn hier können starke Bindehautentzündungen die Folge sein. Und beim Einatmen können Husten, Atemnot bis hin zum Asthmaanfall auftreten.

Der Eichenprozessionsspinner verursacht Hautprobleme beim Menschen

Brut im Anmarsch: Der Eichenprozessionsspinner vermehrt sich von Mai bis Juni und hält uns mit seinen Gifthaaren noch Jahre später auf Trab


Ganzjährige Bedrohung!

Der Eichenprozessionsspinner kommt in der Hauptfraßzeit von Mai bis Juni so richtig auf Hochtouren und stellt für uns in diesem Zeitraum eine richtige Gefahr da. Allerdings bedeutet das nicht, dass der Keks in den Monaten danach gegessen ist, denn die Gifthaare können sich über Jahre hinweg halten und uns mit ihren Nesselgiften piesaken. Passt also auf, wenn Ihr euch durchs Unterholz oder den Bodenbewuchs bewegt, denn schnell habt Ihr Euch ein paar dieser Härchen gefangen.

Was tun beim Kontakt mit Gifthaaren?

  • Keine Panik, nicht hektisch handeln. Aber zügig arbeiten!
  • Falls möglich, wechselt eure Kleidung noch vor Ort, Schuhe sind nass zu reinigen
  • Klebeband suchen, um damit die Raupenhaare zu entfernen. Handschuhe tragen!
  • Zuhause eine ordentliche Dusche, mit Seife, Schaum und Haarshampoo
  • Kleidung in die Maschine schmeißen und bei mindestens 60 Grad waschen
  • Hund war mit? Dann gehört er gebadet!
  • Unangenehme Hautreaktionen auf der Haut? Nicht lang trödeln, zum Arzt gehen!
  • Ihr kriegt keine Luft mehr? 112!

Eichenprozessionsspinnernest entdeckt? Meldepflicht!
Wenn Ihr über eines der gruseligen Eichenprozessionsspinnernester stolpern solltet: Ihr wisst ja jetzt, was euch erwartet und was zu tun ist. Darüber hinaus gibt es eine Meldepflicht für die Nester dieses Spinners; wendet euch hierzu bitte sofort an das zuständige Gesundheits- oder Gartenbauamt.

(Informationen via ECARF)
(Bild: Albrecht E. Arnold – pixelio.de)

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