Blogvorstellung – was eigenes

Blogvorstellung was eigenes
Blog was eigens

Bine alias „was eigenes“

Hallo liebe Blogleser,

unsere Runde hatte mal den Namen „die besten Heimwerkerblogs“. Aber inzwischen kann selbst ich eingefleischter Heimwerker mich nicht mehr ganz der Bastelkunst entziehen. Darum möchte ich Euch heute was eigenes vorstellen. Bei Bine dreht sich vieles um Handarbeit, was nicht gerade mein Fachgebiet ist. Dennoch lese hier gerne und finde immer wieder interessante Beiträge. Schließlich greift auch Bine mal zur Stichsäge und ganz wichtig, sie kann toll schreiben und hat ein Gefühl für interessante Beiträge. Mit einem bestimmt hat sie mich als Leser überzeugt……

Mein Interview mit Bine – was eigenes

Hallo Bine,

als erstes möchte ich etwas Selbsteinschätzung und eine kleine Vorstellung von Dir. Wie Du vielleicht weißt, bin ich ein überzeugter Heimwerker, bastle selten und habe mit Handarbeit eigentlich nichts zu tun. Was denkst Du, macht Dein Blog so interessant, dass ich immer wieder bei Dir lande? Was macht Dich und Dein Blog besonders?

Blog was eigenes

Hashtag-Schminktäschchen

Das fängt ja schon gut an! Wie soll ich so eine Frage denn objektiv beantworten? Natürlich ist mein Blog besonders. Da haste eben was eigenes! Nein, Spaß bei Seite! Ich glaube, dass mein Blog von vielen Lesern gerne gelesen wird, weil er eine facettenreiche Mischung von verschiedenen Themen ist, eben ein Gemischtwarenladen! Außerdem liegt mein Herz scheinbar nicht nur auf meiner Zunge, sondern auch auf meinen Fingerspitzen.
Ich schreibe, was ich denke und fühle und schreibe oftmals sehr persönlich. Das scheint da draußen zu gefallen.

Omas stricken, häkeln, nähen…. Genau das bist weder Du noch Dein Blog. Du schreibst über Handarbeit, Bildern, DIY…. und triffst damit viele Geschmäcker. Das macht Dein Blog für mich interessant und lesenswert. Überzeugt hast du mich aber mit Deinem Beitrag #Hashtagliebe / Hashtag Schminktäschchen. Die Kombination aus Handarbeit und Internetwissen fand ich absolut spitze. Dazu kommt Dein Schreibstil, der sehr persönlich ist, ohne dabei Dein Privatleben zu veröffentlichen. Eine Kunst, die nicht jeder Blogger beherrscht.

Nun aber wieder zu Dir. Es geht hier zwar um Dein Blog, so ganz kann ich mich Deinem kleinen Shop aber doch nicht entziehen. Was bedeutet er für Dich. Betreibst Du ein Blog zum Shop, Shop zum Blog, Projektfinanzierung….? Für Handarbeit sind die Artikel nicht teuer und man wird sicher nicht reich davon. Also warum verkaufst Du Deine Artikel.

Bemalte Kaffeetassen

bemalte Kaffee-Tassen

Mein Shop ist mein Job. Anfangs war es ein Hobby. Als die Kids noch sehr klein waren, habe ich aus reinem Vergnügen angefangen zu nähen, habe dann Dawanda gefunden, mich dort angemeldet und die ersten Artikel eingestellt. Irgendwann stieg die Nachfrage, ich leckte Blut und fand die Vorstellung damit tatsächlich Geld zu verdienen sehr verlockend. Also investierte ich viel Zeit und Arbeit, meist in den späten Abend- und Nachtstunden in meine Selbstständigkeit.
Der Shop war vor dem Blog da und beides lief anfangs unabhängig von einander. Irgendwann wurde mir jedoch bewusst, dass ich beides miteinander verknüpfen muss. Der Blog ist eben hin und wieder das Schaufenster meines Shops.
Ich bin nun beinahe acht Jahre im Geschäft und habe in dieser Zeit gute Einkaufsquellen gefunden und viele Stammkunden gewinnen können. Außerdem arbeite ich sehr effizient. Du darfst also beruhigt sein, ich verdiene tatsächlich an meinen Täschchen. Was die Preise betreffen muss ich Dir jedoch recht geben. Ich hätte nichts gegen ein paar Euro mehr. Leider gibt es zu viele Mitbewerber, die unter Preis verkaufen. Da bin ich gezwungen mich so gut es geht anzupassen.

Gerade im letzten Artikel „Köln hat so viel zu bieten“ sind mir Deine tollen Bilder aufgefallen. Ich bin zwar nur Laie auf dem Gebiet, aber die Motivwahl, Bildschärfe und Farben sind für mich schon beeindruckend. Ist das Hobby, gelernt, selbst angeeignet? Ich denke, Du könntest auch einen reinen Blog zum Thema Fotografie unterhalten. Hat Dich das nie gereizt?

Herzlichen Dank für das Kompliment. Die Fotografie ist ein heiß geliebtes Hobby und eine große Leidenschaft. Ich fotografiere, seit ich denken kann und unterhalte mich gerne mit Menschen aus unserem Freundeskreis darüber, von denen ich schon viel gelernt habe. Ich probiere außerdem gerne Neues aus, drehe mal in diesem oder jenem Rädchen und lerne dadurch, was die Kamera so alles kann. Versuch macht kluch! Einen reinen Fotoblog zu führen, das hat mich nie wirklich gereizt. Dafür gibt es auch viel zu gute und professionelle Blogs, die das besser können. Ich bleibe lieber bei meinem Gemischtwarenladen.

Nun kommen wir aber endlich zum DIY-Bereich. Was machst Du da speziell am liebsten. Sicher, man sieht viel genähtes aber greifst Du auch mal zu Stichsäge und Co?

Blog was eigenes

Bine kann auch mit der Stichsäge.

Ich bin eine Hau-Ruck-Bastlerin. Ich mag Projekte, die schnell gehen und bei denen ich noch schneller ein Ergebnis sehe. Eine Umhängetasche ist fix genäht, ein Weihnachtskugelkranz  an einem Abend zusammen geklebt, ein paar Kaffeetassen an einem Nachmittag bemalt, Leseknochen für die Kinder in ein paar Stunden genäht.  Am liebsten arbeite ich wirklich mit Stoffen, ansonsten mit Papier und Stift. Ich habe aber auch schon mal zur Säge gegriffen. Im Januar 2012 habe ich ein Röhrenregal gebastelt oder besser: geheimwerkert 😉

Wie bei allen anderen Bloggern (oder sagt man Bloggerin?) möchte ich auch von Dir wissen, worauf Du am meisten Stolz bist. Gibt es bestimmte Sachen, die Du besonders gerne zeigst?

Das letzte Projekt, welches mich wirklich mit Stolz erfüllt hat, war ein genähter Patchwork-Kissenbezug. Das hat nämlich anfangs gar nicht funktioniert. Mein Dreiecke-Zusammen-Nähen-Desaster habe ich auf meinem Blog gezeigt und erhielt ganz viele tolle Tipps und Tricks und Links von meinen Leserinnen. Beim zweiten Versuch klappte es dann einwandfrei und es sieht wirklich ganz toll aus.
Ansonsten macht mich das Nähen und der Verkauf meine Schminktäschchen wirklich stolz und glücklich. Die Vorstellung, dass die alle irgendwo in Deutschland oder im europäischen Ausland bei mir unbekannten Frauen in den Handtaschen mitgeführt werden oder im Badezimmer stehen, das ist wirklich toll und erfüllt mich mit Stolz!

Da ich selber Blogger bin, machen mich Deine Kommentare schon ein wenig neidisch. Woran liegt es, dass bei dir so viele Deine Beiträge kommentieren? Wenn es da ein Geheimrezept gibt, kannst mir das gerne auch privat verraten. 😉

Patchwork-Kissenbezug

Patchwork-Kissenbezug

Ist das nicht toll? Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar und gleichzeitig bin ich ein wenig beschämt, weil ich selbst ziemlich kommentierfaul geworden bin. Ich habe jedoch speziell in den letzten Wochen wirklich mehr in die Tasten gehauen und einen Kommentar auf anderen Blogs hinterlassen, wenn ich was zu sagen hatte. Ein Kommentar auf einem Blog, ist wie Applaus bei einer Auffürhung, wie ein freundlicher Gruß auf der Strasse. Man erhält Feedback und das Geschriebene oder Gezeigte wird von den Lesern nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern eben kommentiert. Ich finde das macht doch das Bloggen aus.
Ich habe leider kein Geheimrezept für Dich und kann Dir auch beim besten Willen nicht erklären, warum meine Beiträge mal mehr, mal weniger kommentiert werden.

Wenn ich mir Dein Blog betrachte, hast Du so ziemlich alles damit erreicht. Du kannst schreiben worüber Du willst, es wird gelesen und kommentiert. Du hast Unmengen an Leser und bezahlte Beiträge schlägst Du aus, weil Du nicht für Geld bloggst. Was hat man da noch für Blog-Ziele?

Einfach weiter Spass daran haben. Ich schreibe und fotografiere für mein Leben gerne. Das sind m.E. die Grundvoraussetzungen, die ein Blogger mitbringen sollte. ‚was eigenes‘ ist mein virtuelles Tagebuch, in dem ich selbst gerne manchmal zurück blättere und mich an alten Geschichten erfreue. Auch, wenn ich hin und wieder ein Blogtief habe und wenig Zeit oder Lust habe, am Blog zuarbeiten- ohne geht es nicht.
Hin und wieder hadere ich schon mit mir, ob ich nicht doch die ein oder andere Kooperation eingehen soll, das muss ich schon zugeben. Ich lasse mir dadurch ja auch Geld durch die Lappen gehen.

Andererseits fühle ich mich nicht wohl dabei über ein Produkt zu bloggen, bzw. eine Geschichte darum zu spinnen. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Generell bin ich offen für alles und ich bin sehr gespannt, wohin die Reise noch geht.

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Leseknochen

Dann wünsche ich Dir, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen und alles weiterhin so positiv verläuft. Ich verabschiede und bedanke mich mit einem Zitat: „da hab ich was in der Hand… und ich habe als Frau das Gefühl, dass ich auf eigenen Füßen stehe… da hab ich was Eigenes…“
Ja Frau Hoppenstedt, das haben Sie! (Insider wissen Bescheid)
Ricc

Vielen lieben DANK für das überaus nette Interview! Es hat mir nicht nur Freude gemacht, es hat mich auch zum Nachdenken gebracht! Merci!
Bine

 

Bildnachweis:
alle Bilder – Sabine Güllich (waseigenes.com)

5 Gedanken zu „Blogvorstellung – was eigenes

  1. Sabine Hüttner

    Schöner Blog und auch viele tolle Ideen! Ich hab schon direkt gestöbert – und gleich mal ein tolle Tipps zu Köln gefunden! 🙂
    Die Sache mit den Kommentaren finde ich auch wirklich sehr beneidenswert, aber es spricht für einen tollen Inhalt und Themen, die einfach ankommen. Also – weiter so! 🙂
    LG, Sabine

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  2. Minza will Sommer

    Herrliches Interview, tolle Fragen und immer wieder schön, mehr über Wortfreundin Bine zu erfahren!
    Ich bin gerade inspiriert mal wieder die Stichsäge aus dem Keller in die Kammer zu legen. Kurze Wege gegen Ungeduld bei Ideensprudelei….

    Danke³!

    Liebe Grüße 🙂 Minza

    Antworten
  3. Marc

    Ein sehr sympathisches Interview mit einer sehr sympathischen Bloggerin 🙂 Es hat mir sehr gut gefallen – Der Blog übrigens auch.

    Schön, dass es mal wieder ein Interview gab!

    Antworten

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