Der Bau meiner Mähroboter Garage

Mähroboter Garage selber bauen
Riccardo Düring

Ricc – ich blogge für Euch

Hallo liebe Leser,

letztes Jahr hatte ich in einer Blogrundschau ein paar Bilder vom Bau meiner Mähroboter Garage gezeigt. Heute möchte ich das Thema etwas tiefer aufgreifen und von meinem Bau berichten.

Ein Mähroboter ist schon etwas feines und natürlich auch ein gewisser Luxus, der sich im Preis wiederspiegelt. Auch wenn mein Mähroboter eine Alarmanlage hat, die sich lautstark bemerkbar macht sowie er angehoben oder aus seinem Mähbereich entfernt wird, möchte ich doch, dass er seine Freizeit in einer sicheren Garage verbringt. Hinzu kommen natürlich die Wettereinflüsse, denen ich ihn nicht dauerhaft aussetzen will. Das „Luxus-Spielzeug“ soll schließlich ein paar Jahre halten und mir die Arbeit abnehmen. Es stand daher fest, dass ich eine Garage für unseren Mähroboter baue. Ich muss natürlich zugeben, dass mich auch der Bau gereizt hat, in den ich unbedingt ein automatisches Rolltor bauen wollte. Da kommt dann wieder der Bastel-Freak durch.

Die Platzwahl für den Garagenbau

Da der Mähroboter in seiner Garage einen Stromanschluss benötigt und, wie bereits gesagt, etwas Sicherheit geboten werden sollte, blieb nur der direkte Anschluss an die Werkstatt.

Mähroboter Garage selber bauen

Platzwahl der Mähroboter Garage

Günstiger Weise hatte ich die Werkstatt bereits vor Jahren vergrößert und hierfür einen Dachüberstand genutzt, von dem noch immer etwas über 1 m übrig war. Der Dachüberstand reichte in der Höhe nicht sinnvoll als Arbeitsplatz aus und blieb im Schafgehege als Regenschutz. Aber so viel Platz brauchen die Schafe nicht und mussten nun einen Teil an den Mähroboter abgeben. Der macht schließlich auch ihre Arbeit. Praktisch war an der Stelle auch, dass sich hier ein großes Fenster befand, welches ich rausnehmen wollte, um so die Garage für den Mähroboter direkt an die Werkstatt anzuschließen und den Platz von innen für Regale nutzen konnte.

Auf dem Bild sieht man die Ladestation, die vor der zukünftigen Garage steht. Das weiße rechts ist die Wand zur Werkstatt (Ständerbauweise mit Styropor) und auch das Fenster ist zu erkennen.

Dir Front mit Einfahrt zur Mähroboter Garage

Da der Werkstattanbau in Ständerbauweise erstellt wurde, habe ich diese Form beibehalten und als erstes die Ständer aufgebaut. Das Dach hält bereits seit langer Zeit alleine und der Boden ist durch die Schafe enorm verdichtet. Daher hielt ich ein Fundament für überflüssig und versenkte nur dicke Pflastersteine, auf denen die Pfeiler abgestellt wurden.

Seitlich habe ich die Pfeiler mit Kanthölzern mit dem alten Ständerwerk verbunden. Die benötigte Stabilität erhält die Wand anschließend durch 22 mm OSB-Platten, in die ich die Einfahrt für den Mähroboter geschnitten habe. Auch wenn mein Arbeitsplatz etwas chaotisch aussieht, ging das eigentlich recht fix und die Front sieht schon ein wenig nach einer Garageneinfahrt aus. Als praktisch erwies sich mal wieder die Discounter-Klemmschiene von Parkside, die die Möglichkeit bietet für schräge Schnitte (Dachanpassung) gespannt zu werden. Für unter 20 € ein tolles Teil, um das sich inzwischen eine echte Fangemeinde gebildet hat.

Meine Lieblingstätigkeit: Werkstatt aufräumen

Wie eingangs geschrieben, grenzt die Mähroboter Garage an ein Schafgehege, was den Bau etwas verkompliziert. Die Tiere sollten möglichst in ihrem Gehege bleiben und so wenig, wie möglich gestört werden. Daher wurde die Front erstellt, ohne den Zaun bis dahin zu demontieren. Als nächstes sollten nun die Seiten- und Rückwand entstehen. Es stand aber nicht auf dem Plan, dafür ständig um den Zaun zu laufen und immer wieder das Tor zu öffnen und zu schließen. Also musste vorher der Zugang durch die Werkstatt geschaffen werden. Dank des eingebauten Fensters sollte das kein Problem sein. Ein Problem war eher der Platzbedarf, denn Ecken werden in einer Werkstatt bekanntlich intensiv als „Stellplatz“ genutzt. So auch bei mir.

Es hieß also erst mal aufräumen und dann konnte das Fenster entfernt werden.

Rohbau der Mähroboter Garage fertig stellen

Nun aber fix, damit die Schafe nicht durch die Öffnung in meine Werkstatt laufen und da randalieren. 🙂

Das Verschließen der Wände ging mit den OSB-Platten natürlich fix. Dabei habe ich darauf geachtet, die Querstreben möglichst stabil und gerade zu setzen, um sie später als Regalfächer nutzen zu können. Der Mähroboter benötigt in der Höhe ja nicht viel Platz und ich bin für jeden Stauraum dankbar.

Ladestation in die Garage einarbeiten und Estrich einbringen

Nachdem der Rohbau stand, konnte der Innenausbau weiter gehen. Selbstverständlich soll unser „Fred“ (von Fred Feuerstein, da unser Hund Barney Geröllheimer heißt) nicht im Schmutz parken und einen stabilen Fußboden bekommen. Wichtig ist hierbei, die Begrenzungskabel und den Führungsdraht nicht zu vergessen. Damit die Leitungen bei Bedarf auch mal gewechselt werden können, habe ich nach dem Aushub Leerrohre ausgelegt, sodass alle Leitungen flexibel bleiben.

Der Boden besteht aus handelsüblichen Estrich in Sackware und wurde auf eine Höhe von etwa 8 cm eingebracht. Das sollte stabil genug sein, zumal der Untergrund bereits massiv verfestigt wurde. Später (ist ein Jahr schon später?) soll die Fläche zur leichteren Reinigung noch gefliest werden.

Optische Gestaltung der Mähroboter Garage

Der Holzkasten als Mähroboter Garage wirkt natürlich noch recht angebastelt, was nicht so bleiben kann. Also wurde als erstes die Farbe angepasst und die OSB-Platten mit weißer Fassadenfarbe gestrichen, gerollt, getupft – die raue Oberfläche macht es echt nicht leicht. Anschließend wurde ein Kontrast durch schwarze Eckleisten gesetzt. Auch unser Wohnhaus ist weiß und besitzt ein schwarzes Dach. Zeitgleich wurde der Zaun erneuert und gestrichen. Jetzt passt alles zusammen.

Sinnvolle Nutzung der Mähroboter Garage als Stauraum

Anfänglich hatte ich noch überlegt, nur eine Box als Mähroboter Garage selber zu bauen. Diese würde jedoch dieselbe Grundfläche beanspruchen, ich hätte mir mit dem Fenster etwas einfallen lassen müssen und der Platz darüber wäre einfach nur verschenkt. Daher war schnell klar, dass ich die „Box“ bis unter das Dach ziehe und den gewonnen Platz innen für Regale nutze. Das hatte auch den Vorteil, dass die Kisten, die bis dato noch in der Ecke standen und einen neuen Platz benötigten, gleich sinnvoll untergebracht werden. Hierfür musste ich lediglich noch ein paar stabile Balken einsetzen und die Flächen mit OSB-Platten (22er) belegen. Anschließend wurden die Balken und damit jedes Fach mit LED-Stripe beleuchtet.

Um auch meinen Spieltrieb zu befriedigen, hat meine gebaute Mähroboter Garage noch ein automatisches Rolltor erhalten. Vielleicht stelle ich den Bau noch in einem weiteren Beitrag vor.

Hier ein Video zum Garagenbau, welches ich als Tester des Mähroboters erstellt habe.

Gruß Ricc

12 Gedanken zu „Der Bau meiner Mähroboter Garage

  1. Maximilian

    Das ist genau so ein Projekt, wie ich es liebe. Funktional, sieht sehr schön aus und noch dazu selbst gebaut. Was will man da eigentlich mehr? Ich hatte auch schon überlegt, mir einen Mähroboter zuzulegen, wenn es soweit kommt würde ich mir glaub ich sicher auch so eine Garage bauen. Bei mir eher aus Gründen des Wettereinflusses, geklaut würde er glaub ich eher nicht. Aber ich will ja auch, so wie du schon geschrieben hast, lange etwas von meinem „Luxusgerät“ haben. Außerdem sieht so eine kleine Garage ja viel schöner aus, als die Station einfach so auf den Rasen zu stellen.
    Vielen Dank für die Inspiration,
    Grüße,
    Maximilian

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  2. Sven

    Hey:) Sehr schönes Projekt! Ich würde gerne wissen, wo sie die Bauteile für das Rolltor gekauft haben? ich finde nämlich keinen Shop, der so ein kleines Rolltor anbietet. Liebe Grüße Sven

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    1. Riccardo DüringRiccardo Düring Beitragsautor

      Hallo Sven,

      das Problem ist, dass viele ein Rolltor suchen. 🙂 Das ist ein ganz normaler Rollladenmotor und Rollladen für das Fenster. Die gibt es in allen Größen.

      Gruß Ricc

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  3. Alex

    Wow, sehr nett gemacht, Kompliment!
    Ich weiß nicht inwiefern sich die Anschaffung eines Mähroboters bei recht viel Moos lohnt, habe etwas Bammel dass er entweder alles aufreisst oder stecken bleibt… 🙂

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  4. Hubert

    Hallo! 🙂

    Mega coole Idee, einfach klasse!
    Mit diesem Rolltor hast du mich auf eine gute Idee gebracht, ich werde das für unseren Mähroboter gleich umsetzen 😀

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  5. Sven Hachmeister

    Hallo, ich habe eine Frage zur Einstellung am Roboter. Wie ist die beste Konfiguration, damit mein Robert (Roboter) die Einfahrt seiner Garage auch schnell findet ?Meiner (315) braucht da manchmal echt lange bzw schafft das gar nicht.
    Danke für eine Info

    Gruß
    Sven

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    1. Riccardo DüringRiccardo Düring Beitragsautor

      Hallo Sven,

      ganz wichtig ist, dass ein Suchkabel verlegt wurde, ohne wird es kaum funktionieren, da der Mäher dann nur auf das Funksignal der Basis reagiert. Damit würde er das Signal aus allen Richtungen ansteuern, aber nicht gerade und durch das Tor. Die Signalstärke muss daher auf Minimum gestellt werden (oder deaktiviert, wenn möglich).
      Bei den Einstellungen zum Parken müssen ebenfalls die Suchfunktionen nach Funk und nach Begrenzungsdraht deaktiviert werden. Hier steht meist eine Zeitvorwahl. Alles aus und nur das Suchkabel aktiviert lassen. Dann funktioniert es.

      Gruß Ricc

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  6. David

    Das ist absolut genial. Selbstgebaut und so praktisch. Wenn man bedenkt, wie man früher mit Rasenmähern für eine Arbeit hatte und das große Ding auch immer wieder verstaut werden musste, ist so ein automatischer Mähroboter was feines und wenn er sich dann auch noch gleich selbst aufräumt ist das toll.
    Schöne Idee 🙂

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  7. Christian

    Hallo Sven,

    tolles Projekt. Hammer Umsetzung! Mich würde noch interessieren wie Du am Ende die Steuerung des Rolltors umgesetzt hast, hier gehst Du in deinem Video leider nicht mehr darauf ein. Kam nun ein raspberry pi zum Einsatz ?
    Vorab vielen Dank.

    Grüße

    Christian

    Antworten
    1. Riccardo DüringRiccardo Düring Beitragsautor

      Hallo Christian,

      danke für das Kompliment.
      Der Pi kam nicht mehr zum Einsatz, wobei ich ihn in der Werkstatt (bei mehr Zeit) aber sicher noch für das ein oder andere nutzen möchte.
      Aktuelle ist es so, dass der Mäher rückwärts gegen das noch nicht geöffnete Tor fährt, die Räder etwas durchdrehen (dadurch wird das Hindernis nicht registriert), er dann stehen bleibt und das Mähwerk anläuft. Erst dann setzt er weiter zurück und beginnt seine Arbeit. In der Zeit ist das Tor geöffnet und stellt kein Problem mehr dar. Nicht die beste Lösung, aber es funktioniert und hat den Vorteil, dass das Tor wirklich nur so lange geöffnet ist, wie der Mäher unterwegs ist. Bei jedem Ladevorgang schließt es. Mit dem Pi müsste ich es früh öffnen und am Ende nach programmierter Zeit schließen.

      Gruß Ricc

      Antworten

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