Energiekosten: Mit verschiedenen Strategien Ihren Gasverbrauch senken

Energiekosten senken

Wenn Sie in der Freizeit zu Hammer und Schraubenzieher greifen, muss nicht alleine die Freude am Basteln und Entwerfen im Vordergrund stehen. Immer mehr Haushalte in Deutschland suchen nach Möglichkeiten, die fortlaufenden Energiekosten durch clevere Maßnahmen abzusenken. Erfahrene Heimwerker setzen bei einer neuwertigen Dämmung und Isolation an, doch auch bei den Verbrauchskosten für Strom und Gas selbst lassen sich Einsparpotenziale nutzen. Hier heißt es, nicht voreilig einen neuen Tarif abzuschließen, viele Vertragsoptionen können vor allem Laien der Branche überfordern.

Strom und Gas als Energieträger richtig verstehen

Beim Thema Energiekosten denken Verbraucher in erster Linie an den Strompreis. Der Strommarkt in Deutschland ist seit circa zwei Jahrzehnten liberalisiert und hat eine Fülle neuer Tarife und Wechselangebot hervorgebracht. Dies gilt längst auch für den Gasmarkt, der erst seit gut einem Jahrzehnt eine freie Anbieterwahl jenseits Ihres regionalen Grundversorgers ermöglicht.

Energiekosten verstehen und senken

Wer die Energiekosten senken möchte, muss die Zusammensetzung verstehen.

Obwohl die Zusammensetzung des Gaspreises allen Anbietern gemeinsam ist, gibt es große Preisunterschiede. Diese entstehen durch den Preisspielraum der einzelnen Gasanbieter, genauso wie verschiedene rechnerische Tarifmodelle. Wenn Sie in Ihrem Haushalt mit Gas kochen und heizen, ist die Auswahl des passendes Gastarifs genauso wichtig wie eine hochwertige Dämmung, die Ihre jährlichen Heizkosten senken soll.

Die wichtigsten Tarifmodelle im Überblick

Ähnlich wie beim Strom halten die meisten Anbieter für Ihren Haushalt gestaffelte Tarife bereit. Häufig wird auf einen sehr günstigen Basistarif, einen Premium-Tarif mit vielen Zusatzleistungen sowie nachhaltige Tarife mit echtem Öko-Gas vertraut. Hierneben gibt es zahlreiche Faktoren, die auf die Preispolitik der Anbieter Einfluss nehmen, beispielsweise:

  • Online-Gasanbieter oder klassisches Unternehmen mit Filialsystem
  • Auszahlung eines Willkommensbonus an Neukunden
  • Möglichkeit zum Erwerb eines jährlichen Kontingents in Kilowattstunden
  • Vertragsdauer mit Bindung an den jeweiligen Gasanbieter
  • Zu- und Abschläge je nach gewählter Zahlungsweise
Ob Gaskocher oder Gasheizung – Für jeden Verbraucher gibt es den passenden Tarif.

Ob Gaskocher oder Gasheizung – Für jeden Verbraucher gibt es den passenden Tarif.

Um in dieser Fülle an Eigenschaften eines Gastarifs den Überblick zu behalten, ist ein rechnerischer Vergleich im Internet sinnvoll. Dies jedoch nur, wenn Sie im Vorfeld bereits wissen, was Sie von Ihrem neuen Gastarif wünschen und wie Sie den Energieträger am besten abrechnen möchten.

Richtig kalkulieren und durch kluges Dämmen Energiekosten sparen

Damit die Kosten für Ihre Energieversorgung nicht unerwartet hoch ausfallen, sollten Sie Erfahrungen mit dem Energieträger Gas gesammelt haben. Selbst wenn Sie beim Heimwerken auf eine neue Energietechnik umstellen, beispielsweise durch Einbindung einer Solaranlage, ist ein kompletter Wechsel des Energieträgers selten. Dieser erfolgt oft nur bei einem Umzug, in diesem Fall hätten Sie keinen konkreten Anhaltspunkt für Ihren tatsächlichen Gasverbrauch.

Berücksichtigen Sie beim Vergleichen auch die Wohnfläche, die beheizt wird. In diesen Faktor spielt die gewählte Isolation und die Energieeffizienzklasse des Hauses ein, wobei es klassische Schwachpunkte gibt. Eine optimale Isolierung des Wintergartens oder von Feuchträumen leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung Ihrer Energiekosten. Hier lohnt es, durch eigenes Heimwerken die Qualität der Dämmung zu erhöhen und gleichzeitig durch den Gasanbieterwechsel eine weitere Möglichkeit der Kostensenkung zu nutzen.

Energiekosten senken

Mit dem richtigen Tarif und einem sorgfältigen Umgang mit der Energie, lassen sich die Energiekosten auf ein Minimum reduzieren.

3 Tipps rund um Ihre Energieversorgung mit Gas

  1. Der Gasmarkt in Deutschland ist stetig in Bewegung und sorgt mit immer neuen Anbietern und Tarifen für Veränderungen. Binden Sie sich deshalb nicht zu lang an einen festen Gasanbieter, damit Sie zeitnah von neuen Preisvorteilen der Branche profitieren. Moderne Tarife ermöglichen Ihnen eine Kündigung innerhalb von vier bis sechs Wochen, von der Sie bei einem erkannten Sparpotenzial unbedingt Gebrauch machen sollten.
  2. Wie beim Strom müssen Sie sich beim Gas keine Sorgen machen, dass Ihre Gasversorgung nach einem gescheiterten Anbieterwechsel endet. Im Notfall springt Ihr regionaler Grundversorger ein, damit auf jeden Fall Gas zum Heizen und Kochen zur Verfügung steht. Sollte ein erhoffter Wechsel wirklich scheitern, können Sie zeitnah durch einen neuen Blick über den Gasmarkt einen günstigeren Alternativanbieter auswählen.
  3. Ähnlich wie bei der Kündigungsfrist ist auch die Laufzeit des Gasvertrags möglichst kurz zu wählen. In den Anfängen waren 24 Monate die Standardfrist, der Wettbewerbsdruck sorgt jedoch längst für kürzere Fristen zwischen sechs und zwölf Monaten. Wie bei anderen Vertragsarten gilt: Je länger Sie sich an einen Anbieter binden, umso eher kommt in dieser beim Cent-Preis pro Kilowattstunden bzw. Kubikmeter Gas entgegen. Eine sachliche Überlegung sowie eine unabhängige Beratung zum Thema Energie hilft, den besten Mittelweg für Ihren Haushalt zu finden.

Bildnachweise:

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