Selbermachen-Studie: Frauen und Männer als Hobby-Heimwerker

Selbermachen wird groß geschrieben: Deutschland ist das Land der Heimwerker. Womit wir uns bei anderen Nationen gerne brüsten, hat nun eine neue Studie von immowelt.de belegt: Deutsche heimwerkeln fleißig in Haus und Garten.

87 Prozent der Deutschen verzichten beim Ausbau vom Eigenheim auf professionelle Unterstützung. Faul neben Grill und Gartenzwerg zu sitzen, die Füße in Socken und Sandalen hochzulegen und dabei ein kühles Bier zu genießen, während der Maler oder der Klempner die Arbeit macht? Das kommt für den Deutschen nicht in die Tüte!

Das machen die deutschen Hobby-Handwerker am liebsten

Selbermachen ist Ehrensache. Und damit ist nicht nur das Streichen gemeint, das 54 Prozent der Deutschen selbst erledigen, sondern auch das Zusammenbauen von Möbeln (59 Prozent), das Tapezieren (39 Prozent) und sogar das Verlegen von Teppichen (40 Prozent). Da der Deutsche ja bekanntlich auch ein Sparfuchs ist, ist ein Beweggrund für den Do-it-yourself-Handwerker sicherlich das Einsparen von Kosten für die Leistungen vom Profi. Schließlich gibt es auch im Internet, beispielsweise auf unseren Seiten henkelhaus.de oder heimwerker.de, einfache Tipps und Tricks, um den Plan für die Renovierung beim Selbermachen in die Tat umzusetzen.

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Quelle: immowelt.de

Um das Sparschwein zu füllen und in den Bausparvertrag oder den nächsten Mallorca-Urlaub zu investieren, machen die Hobby-Heimwerker auch vor Geräteinstallationen nicht Halt: 50 Prozent der deutschen Männer installieren elektrische Geräte wie Wasch- und Spülmaschine selbst. Das ist zwar ehrenwert, doch bei Geräten, die mit Starkstrom funktionieren, beispielsweise dem neuen Elektroherd, nicht besonders empfehlenswert: Sicherheit geht vor Kosteneinsparung!

 

Auch Frauen packen beim Selbermachen an

Der Studie von immowelt.de zufolge werden auch die deutschen Frauen bei handwerklichen Arbeiten immer aktiver, wobei hier kreative Arbeiten lieber, oder sagen wir eher öfter, umgesetzt werden. 40 Prozent der deutschen Frauen streichen die Wände selbst und verzichten auf die Hilfe von professionellen Malern oder Lackierern. 30 Prozent bauen immerhin die Möbel selbst zusammen (ob hier nur Stammkundinnen eines schwedischen Möbelhauses ein Kreuzchen gemacht haben, bleibt offen). Das Tapezieren setzen immerhin noch 23 Prozent der Frauen selbst um. Beim Teppich (16 Prozent) oder Fliesen verlegen (acht Prozent) wird sich dann aber doch eher der Profi ins Haus geholt.

Nachdem nun alle Klischees abgehakt sind (Sauerkraut, Schnitzel und schnelle Autos mal außen vor gelassen), lässt sich aber eines der vielen Vorurteile über Deutsche widerlegen: Wir gelten ja häufig als kontaktscheue Einzelgänger. Wenigstens beim Heimwerken trifft diese Eigenschaft auf die Deutschen nicht zu: Viele Bundesbürger (40 Prozent) lassen sich beim Streichen nämlich helfen – entweder vom Partner oder von Freunden.