Die Wummelkiste für Redakteure ab drei Jahren

Die Wummelkiste

Ein kurzzeitiger Netzausfall bescherte der Heimwerker-Redaktion ungeahnte Aufgaben: Die frisch mit der Post angekommene “Wummelkiste” sollte von uns unter die Lupe genommen werden. Wummel-was? Schon der farbenfroh bedruckte Karton machte uns neugierig und weckte unseren Spieltrieb. (“Männer werden 7, danach wachsen sie nur noch!”) Also auf in den Hof und losgewummelt…

Inhalt der Wummelkiste

Kiste auf…

Inhalt der Wummelkiste im Überblick

Der Inhalt im Überblick

 

Auswummeln…

Beim Öffnen der Kiste fiel zunächst die liebevolle Gestaltung auf. Alles war beschriftet und schön in Papier verpackt, kein Plastik, ökologisch gut durchdacht. Worum es bei der “Wummelkiste” geht, erschloss sich beim Blick in den Deckel: Ein Spiel- und Bastelset mit pädagogischem Anspruch für Kinder ab 3 Jahren. Nun – da waren wir genau die Richtigen! Alle “Wummelkisten” sind unterschiedlichen Themen zugeordnet, unsere hatte das Thema “Garten”. Dies zeigte sich schnell beim Auspacken der einzelnen Teile. Ein leeres Marmeladenglas zum Kresse züchten mit Samen und Erdtablette fand sich im grün eingewickelten Teil. Eine Blütenpresse mit Schrauben und zwei Holzplatten war rot eingewickelt. Den Abschluss bildete ein Bändelquiz zum Thema Garten, das mit den beiliegenden Filzstiften (Markenqualität und ungiftig) ausgemalt werden sollte. Das Bändelquiz und die Blütenpresse legten wir zunächst beiseite. Erstens hatten wir keine Blüten, zweitens wollten wir etwas pflanzen. Ist ja Frühling.

Es quillt!

Also… was braucht man zum Kresse säen im Glas? Die zunächst zur Hand genommenen Filzstifte sowie die Schere konnten wieder beiseite gelegt werden. Stattdessen wurden, der schön und klar bebilderten Anleitung gemäß, die Erdtablette, das Samentütchen und das Marmeladenglas begutachtet. Schnell wurde klar: Bevor etwas wachsen kann, muss zunächst etwas quellen. Die eilends herbeigeholte Müslischüssel sollte in Verbindung mit einer Tasse lauwarmen Wassers die Erdtablette auf die Kressesamen vorbereiten.

erdtablette_quellen_lassen

Wasser in die Schüssel…

Erdtablette, Quellstufe 1

…es quillt…

Erdtablette, Quellstufe 2

…zu beachtlicher Größe!


In der Tat quoll es bald recht beachtlich: Nach leicht zögerlichem Beginn wuchs die Erdtablette auf das nahezu Fünffache ihrer ursprünglichen Höhe. Für Botaniker und Biologen Alltag, für Heimwerker erstaunlich: Hier wächst etwas von selbst, ohne Schweiß und Tränen! Die auf ihre volle Größe aufgequollene Erde wurde anschließend, nach dem etwas fummeligen Öffnen ihrer weißen Vliesummantelung, in das Marmeladenglas gebröckelt. Dass hierbei zunächst die Hälfte danebengeht, ist dem Nichtvorhandensein kleiner Kinderhände geschuldet. Anschließend wurde die Erde locker im Glas verteilt. Sie war feucht, aber nicht nass – nach der Anleitung genau richtig. Glück gehabt.

Es wird gesät!

Nun kam die Hauptsache: Die Kressesamen. Wir öffneten zunächst das Tütchen und waren anschließend vor die anspruchsvolle Aufgabe des Samenkornschätzens gestellt. Sind das jetzt 20 bis 30 Samen oder nicht? Nach einigem Hin- und Her entschlossen wir uns schließlich, den Samen der eingeweckten Erde zu übergeben. Die Verteilung fiel dabei mehr oder weniger gleichmäßig aus, eher weniger wie einer unserer Kollegen bemerkte. Naja… erstmal selber säen!

Erde ins Glas geben

Erde ins Glas bröseln… anspruchsvoll!

Kressesamen im Glas

Die Samen sind verteilt

Kresse keimen lassen

Nun bitte wachsen!



 

Anschließend wurde das Glas mit dem Deckel fest verschlossen. Die Samen brauchen für ihr weiteres Wachstum keine Wasserzufuhr, im Glas entsteht aus der verdunstenden Feuchtigkeit, die durch den Deckel im Glas gehalten wird, ein eigenes kleines Mikroklima. Begünstigt durch Wärme und Licht werden auf der Fensterbank die Keime sicherlich schnell quellen. Hoffen wir zumindest.

Die Vorgänge im Glas sind in der beiliegenden Anleitung anschaulich dargestellt und zeigen Kindern und junggebliebenen Redakteuren, wie sich die Samen im “Mini-Flaschengarten” entwickeln. Während diese Zeilen geschrieben werden, sind bereits die ersten Samenkapseln geplatzt und zartes, keimendes Grün entwickelt sich – wir bleiben dran!

Fazit: Eine schöne Sache, die Wummelkiste. Pädagogisch wertvolles Spielzeug, das auch Redakteuren Spaß macht, findet man eher selten. Mit der Wummelkiste können Kinder auf spielerische Weise Neues entdecken. Motorische Fähigkeiten werden beim Basteln geschult, Stadtkinder lernen die Natur kennen. Abseits unserer technikbestimmten Welt etwas ganz Handfestes, mit ökologischem Anspruch und tollen Lerninhalten. Man kann die Wummelkiste übrigens auch im monatlichen Abo beziehen, so hat auch der Heimwerker-Nachwuchs immer etwas zu tun. Unser Urteil: Uneingeschränkt empfehlenswert!

Mehr zur Wummelkiste auf www.wummelkiste.de.