Kriegen wir im Herbst und im Winter schlechter Luft?

Abgefallene bunte Blätter

Habt ihr Euch das auch schon einmal gefragt? Denn schließlich fallen ja jetzt alle Blätter von den Bäumen…Und wenn keine Blätter mehr an den Bäumen sind, dann wird doch auch kein Sauerstoff mehr produziert, oder? Noch ist die Luft vielleicht ganz okay, noch gibt es genug grüne Blätter, aber sie werden von Tag zu Tag immer bunter und setzen immer weniger Sauerstoff frei. Warum müssen wir im Winter nicht mit einer Sauerstoffmaske rumlaufen?

Das wäre doch die perfekte Ausrede, um ab heute nicht mehr im Park joggen gehen zu müssen: „Ich will den anderen Menschen nicht die Luft wegnehmen. Es ist doch eh nur noch so wenig da!“

Aber Pustekuchen! Alles Quatsch! Natürlich gibt es auch im tiefsten und längsten Winterblüher genug Luft für alle. Denn  wir dürfen nicht vergessen, dass auf der anderen Seite der Erde gerade der Frühling beginnt und die Blätter auf Hochtouren arbeiten, während sich bei uns die kalte Jahreszeit ankündigt. Außerdem verkriechen sich die Bären und Igel ja auch gerade für ihren Winterschlafen und beim Schlafen atmet man doch auch weniger-verbraucht also weniger Sauerstoff, oder? Somit bleibt mehr für uns! Problem also gelöst.

Doch wie war das nochmal mit der Photosynthese? Warum werden die Blätter im Herbst so schön bunt?

Alle Blätter enthalten das Blattgrün, oder auch Chlorophyll genannt. Dieser Farbstoff lässt mit Hilfe des Kohlendioxids der Luft, des Sonnenlichts und des Wassers der Pflanze Traubenzucker und ein Abfallprodukt namens Suerstoff entstehen. Da nun im Herbst die Tage immer kürzer werden, also weniger Sonnenlicht aufgenommen werden kann, findet ein Abbau an Chlorophyl statt, der dazu führt, dass die Blätter ihre eigentlichen Farben annehmen und in den schönsten Herbstfärbungen erstrahlen: rot, braun, gelb, ocker, orange,… Das Grün hat einfach nur alles überdeckt.

Schön und gut, aber warum fallen die Blätter dann ab?

Auch das ist einfach zu erklären. Würden die Blätter den Winter über am Baum bleiben, würden sie bei Frost gefrieren. Und so würde der Baum dann kein Wasser mehr bekommen, denn der Boden ist ja auch vereist. Darum entzieht der Baum den Blättern im Herbst ihr gespeichertes Wasser. Mit anderen Worten: Er will nicht verdursten. Dabei bildet sich zwischen Blatt und Ast eine Korkschicht, die Blätter fallen zu Boden und werden zu Laub. So schützt der Baum sich außerdem vor abbrechenden Ästen, die schwere Schneemassen auf dem Blätterwerk verursachen könnten. Genauere Informationen, warum das Laub von den Bäumen fällt gibt es auf heimerker.de unter Herbstlaub .

Alles also nur halb so schlimm

Ihr seht, alles ist in bester Ordnung. Wir werden nicht ersticken, die Bäume werden nicht verdursten, wir bekommen Material für unseren Kompost und nebenbei bekommen wir noch ein einzigartiges wunderschönes Naturspektakel zu sehen.

 

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