Maker Faire Berlin 2015

Maker Faire Berlin 2015
Riccardo Düring

Ricc – ich blogge für Euch

Die Maker Faire gewinnt immer mehr an Zulauf und breitet sich aus. Daher gab es dieses Jahr schon die zweite und sie weitete ihren Wirkungskreis auf Berlin aus. Da der Platz allerdings begrenzt war und es nur ein kleines Außengelände gab, habe ich dieses Mal meine Renner zu Hause gelassen und mich als Besucher am frühen Samstagmorgen auf den Weg gemacht. Extra pünktlich ging es auf das Gelände und die Ruhe verschaffte mir die Möglichkeit mich deutlich mehr mit den Standbetreibern zu unterhalten, als es mir bisher als Aussteller möglich war. So hatte ich auch die Möglichkeit das YPS-Känguru näher kennzulernen, was sich offensichtlich ebenso über meinen Besuch gefreut hat. Eventuell zieht die ein oder andere Bekanntschaft auch ein Projekt nach sich, von dem ich hier dann ganz sicher berichten werde.

Maker Faire Berlin 2015

Inzwischen sollte die Maker Faire so bekannt sein, dass eine größere Vorstellung kaum noch nötig ist. Wem sie jedoch bisher verborgen blieb, dem sein natürlich gesagt, dass sie das Mekka der Bastler, Erfinder, Computerfreaks und Technikfans ist. Die Maker Faire ist keine Messe, auf der sich nur Firmen präsentieren. Hier darf jeder private Erfinder, Entwickler, Heimwerker oder Bastler ausstellen. Genau das macht die Maker Faire zur Maker Faire und damit einzigartig.

Maker Faire Berlin 2015

Kuscheln mit dem Yps-Känguru

Dennoch muss ich anmerken, dass es mir auch gefällt, dass sich junge Unternehmen vorstellen und ihre tollen Produkte präsentieren. Auf ein paar Beispiele möchte ich heute eingehen.

Mit fast 80000 Besuchern können die Veranstalter sicher zufrieden sein. Anfangs war ich ein wenig enttäuscht vom Ambiente und der Größe, was sich jedoch im Laufe des Tages legte. Berlin ist halt nicht Hannover, wie mir eine Organisatorin erklärte. Zwar ist Berlin sehr groß, das Umfeld jedoch schwacher besiedelt, was sich sich in den Besucherzahlen widerspiegeln wird. Während sich in Hannover bereits vor der Eröffnung um 10 Uhr lange Besucherschlangen bildeten, blieb es in Berlin auch zur Eröffnung relativ ruhig. Die Stille legte sich jedoch recht schnell und viele Besucher schoben sich von Stand zu Stand. Für die Standbetreiber war der kleinere Aufbau jedoch sicher ein Vorteil. Man hatte kaum die Chance sich zu entziehen und musste sich einfach alles ansehen. Auch wenn ich inzwischen feststellen musste, dass ich trotz der ziemlich langen Zeit wohl nicht alles gesehen habe.

Kraftplex – Material der Zukunft?

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Stand von Kraftplex

Wie schon geschrieben, hatte ich deutlich mehr Zeit mich mit Standbetreibern zu unterhalten und deren Vorstellungen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. So fiel mir zum einen Kraftplex auf. Den Namen kannte ich bereits vom Akkuschrauberrennen in Hildesheim, bei dem besonders leichte Fahrzeuge daraus gebaut werden sollten. So simpel das Material ist, so genial ist es auch. Zu 100% werden rein natürliche Stoffe verarbeitet und Holzfasern zu einem „Holzblech“ gepresst. Dieses Holzblech lässt sich biegen, abkanten, tiefziehen, lasern… eben alles, was sich auch mit Metall oder Kunststoff machen lässt. Ebenso lässt es sich beschichten oder lackieren. Interessant ist jedoch auch eine Gestaltung durch Brandmalerei, was auf der Maker Faire bereits an einigen anderen Ständen zu sehen war. Für mich ist es in mehreren Bereichen interessant. Zum einen ließen sich damit filigrane Gehäuse für Rechner oder elektronische Spielereien bauen und zum anderen auch eine Verkleidung für einen meiner Akkuschrauberrenner. Ich behalte das auf jeden Fall im Auge.

CNC-Fräsen für Bastler

Maker Faire Berlin 2015

Von der Schaeffer AG für mich gefertigt

Als gelernter CNC-Zerspaner blieb ich natürlich bei der Schaeffer AG hängen, die sich mit einer kleinen aber sehr flinken CNC-Fräse präsentierten. Diese fräst mit sehr hohen Drehzahlen Alumium-Platten und fertigt damit Frontblenden für Gehäuse, Namensschilder oder was sich jeder damit einfallen lässt. Das interessante war für mich natürlich die Maschine und der Werkzeugwechsel war eine wahre Augenweide. Genialer ist aber noch die Bestellmöglichkeit, die ich bisher so nicht kannte. Mit einer Software, die sich auf jeden Rechner installieren lässt, kann ein entsprechendes Schild oder eine Blende entworfen werden. Dieser Entwurf wird eingeschickt und kann sofort in jeder Stückzahl (auch Einzelstücke) bestellt werden. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen sogleich auch unser heimwerker.de in eine goldenen Aluminium-Platte fräsen zu lassen. Eventuell werde ich für ein späteres Projekt ein weiteres Mal darauf zurück greifen.

Weiterhin sind mir MakerBeam aufgefallen, welche T-Nut Aluminium Profile fertigen, oder CoolTool, die ihre Unimat-Serie vorgestellt haben. Diese kleinen Zerspanungsmaschinen im Baukasten-System haben es mir ein wenig angetan. Natürlich kann ich nicht alle Aussteller direkt vorstellen und alle anderen mögen mir verzeihen. Es war eine runde Vorstellung in Berlin jeder hat seine interessanten Bereiche gefunden. Ich habe mich dieses Jahr mehr auf die Hersteller und Firmen konzentriert, möchte Euch aber weitere nicht vorenthalten. Daher hier noch eine bunte Bildergalerie:

Auch wenn ich die Maker Faire Berlin 2015 anfangs recht klein und unübersichtlich fand, habe ich die Zeit genossen, fand es sehr interessant und werde die Maker Faire auch weiterhin besuchen.

Bis zum nächsten Mal
Ricc

2 Gedanken zu „Maker Faire Berlin 2015

  1. Pingback: Presse Show vom 05/06. Oktober | 3dDinge - Alles rund um 3d-gedrucktes

  2. Frank Rosenstein

    Guten Tag,

    toller Bericht! Ich habe geplant, demnächst eine CNC-Fräse für unsere Firma zu bestellen …… Mich interessiert, ob mit diesen CNC – Fräsen 3D Holzbearbeitung möglich ist oder welches Modell Sie mir dafür empfehlen würden?

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten

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