Rasen färben: Der neue Trend in Vorgärten?

Rasen färben gegen braune Stellen

Ein frischer grüner Rasen ziert viele Vorgärten in Deutschland. Damit er weiterhin so gepflegt aussieht, muss er regelmäßig gemäht, vertikutiert, gedüngt und bewässert werden. Besonders in heißen Sommern treibt die tägliche Gartenbewässerung den Wasserverbrauch in die Höhe. Wer nicht bereit ist, viel Geld in den Rasen zu investieren und Wasser sparen möchte, muss mit trockenen Stellen auf der Grünfläche leben, oder doch nicht? Denn mit umweltfreundlichen Spezialfarben lassen sich braune Stellen im Rasen färben.

Rasen färben als Notfallplan für gepflegte Vorgärten

Was in den USA gängige Praxis ist, könnte bald auch in heimischen Vor- oder Privatgärten zum Einsatz kommen: Die Rede ist von einem gefärbten Rasen. Wenn in einigen Staaten der USA wegen Wasserknappheit der Wasserverbrauch reduziert werden muss und keine gründliche Wässerung des Vorgartens möglich ist, drohen vielen Hausbesitzern empfindliche Geldstrafen seitens der Homeowner Association. So seltsam es klingen mag, aber diese Organisation kontrolliert, ob die Hausbesitzer ihren Pflichten zu einer ordentliche Pflege des Rasens nachkommen. Ist er zu hoch gewachsen und wird nicht gemäht oder weist er braune, verstocknete Stellen auf, müssen sie mit einer Geldstrafe rechnen. Um dies zu verhindern, greifen viele Amerikaner zu speziellen Farbmixturen. Das Prinzip ist einfach: Braune, vertrocknete Stellen werden mit Rasenfarbe grün gesprüht und schon sieht die Rasenfläche wieder gepflegt aus, sodass keine Strafe der Home Association zu erwarten ist.

Zwar ist hier in Deutschland keine Verwarnung zu befürchten, dennoch sieht ein gefärbter Rasen schöner aus als vertrocknetes Gras. Daher wird die Rasenfläche auf so manch einem Golfplatz und Fußballstadium ebenfalls künstlich gefärbt.

Umweltfreundliche Rasenfarben

Für das frische Grün sollten Gartenbesitzer jedoch nur umfreundliche Farben verwenden. Vor allem Haustierbesitzer sollten Produkte wählen, die von den Tieren schadlos gefressen werden können. Bei rein chemischen Farben besteht zudem die Gefahr, dass ihr Farbton irgendwann umschlägt. Ein Rasen mit leichtem Blaustich oder in einem matschigen Grün, kommt vermutlich nicht so gut an. Nachteil der Rasenfarbe ist ihr Preis, die für 1 Liter bei ca. 30 Euro liegt.

Trotzdem werden wohl die meisten Gartenbesitzer nicht zur Farbe greifen und ihren Rasen färben, sondern ihn weiterhin regelmäßig bewässern und auf die gewohnte Weise pflegen. Schließlich lässt sich auf diese Weise braunen Flecken vorbeugen und eine natürliche Pflege ist immer noch besser als eine künstliche Nachbehandlung mit Spezialfarbe, selbst wenn diese umweltfreundlich ist.

Bildquelle:
Petrafaltermaier / Pixabay.com, CC0 1.0

2 Gedanken zu „Rasen färben: Der neue Trend in Vorgärten?

  1. Heinrich Beurer

    Rasenfärben ist genauso verrückt und kostspielig wie der automatische bzw. Roboter Rasenmäher. Aber was macht man nicht alles um den Nachbarn zu imponieren 🙂 Aktuellen Trends sollte man folgen???

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  2. Matthias Hoffmann

    Ich habe davor auch gedacht das wäre zu kostspielig wobei der Reiz immer schon da war Rasenfarbe zu nutzen. Ich habe vor einer Woche von ….bestellt. Es war nicht teuer und für meine Zwecke gelbe Stellen zu kaschieren passt passt es perfekt. Meistens sehe ich die gelben Stellen nach dem Mähen. Dann einfach drauf gesprüht und meine innere Zufriedenheit ist wieder da 🙂

    Bezüglich den Roboterrasenmäher kann ich nur abraten. Es kommt nicht in jede Ecke rein und oftmals bleibt es am Rasenrand den ich bei meinen Bäumen als Baumring gelegt habe hängen. Der Ring ist ca. 3 bis 5 cm über den Rasenboden und darüber führt der von Gardena und bleibt dann da hängen. Es probiert dann weiterzukommen bis es sich irgendwann abschaltet. Die Techniker ist wohl jetzt immer noch nicht reif genug für sowas. Eventuell wenn man einen Rasen hat ohne Rasenkanten die stören könnten oder ohne Bäume etc. vielleicht würde es dann funktionieren. Ein Nachbar hat auch einen von Gardena den neuen und der hat diese Probleme nicht. Er hat aber auch nur eine Rasenfläche sonst keinerlei Pflanzen.

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