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Wühlmäuse bekämpfen – Die Wühlmaus aus dem Garten vertreiben

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Kategorie : Garten, Schädlinge, Tiere

Eine große Schermaus - diese Wühlmausart ist für die meisten Schäden in Gärten verantwortlich.

Den Herbst zur Wühlmaus-Bekämpfung nutzen

Der Herbst ist eine günstige Zeit, um Wühlmäuse im Garten zu bekämpfen, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Schäden durch Wühlmausfraß entstehen vor allem an den Wurzeln von jungen Obstbäumen, Beerenobststräuchern und Ziergehölzen. Darüber hinaus werden von Wühlmäusen aber auch Blumenzwiebeln sowie Wurzel- und Knollengemüse angefressen. Der Gärtner erkennt das Problem aber nicht sofort, sondern erst im Frühjahr, denn im Herbst gepflanzte Sträucher oder Bäume treiben dann nicht aus, Blumenzwiebeln entwickeln keine Blüte.

Die zu den Nagetieren gehörenden Wühlmäuse sind das ganze Jahr über aktiv. Bei der Suche nach Nahrung legen sie unterirdisch weitläufige Gangsysteme an. Oft besiedeln sie auch Gänge, die zuvor von Maulwürfen genutzt wurden.

Um Obstbäume vor Wühlmausfraß zu schützen, ist es sinnvoll, diese bereits beim Anpflanzen in spezielle Drahtkörbe aus Maschendraht zu setzen. Zum Schutz von Blumenzwiebeln können auch Pflanzkörbe aus Kunststoff verwendet werden.

Eine direkte Bekämpfung von Wühlmäusen lässt sich am besten im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr durchführen, wenn die Tiere unter Nahrungsmangel leiden und Fallen oder Fraßköder besonders gut annehmen.

Wühlmäuse nicht mit Maulwürfen verwechseln

Vor einer Bekämpfungsmaßnahme ist es erforderlich, eine sogenannte Verwühlprobe durchzuführen, um Verwechslungen mit dem ebenfalls häufig auftretenden Maulwurf auszuschließen. Der Maulwurf steht unter Naturschutz und darf nicht bekämpft werden. Bei der Verwühlprobe wird der Boden neben dem Erdhügel auf kreisförmigen Bahnen mit einem Wühlmausstab abgetastet. Ist ein Gang getroffen, sinkt der Stab ein. An dieser Stelle wird der Gang mit dem Spaten auf einer Länge von 20 bis 30 Zentimeter freigelegt.

Wühlmaus bekämpfen

Erfolgreich Wühlmäuse bekämpfen: Wunschvorstellung des geplagten Gärtners: eine von einer Falle getötete Wühlmaus.

Wühlmausfallen sind am effektivsten

Der Einsatz von Fallen ist als Methode am effektivsten, wenn man Wühlmäuse bekämpfen will. Eine Falle wird in den freigelegten Gang geschoben. Gespickt mit einem Stück Sellerie oder Möhre als Lockmittel gehen die Wühlmäuse besser in die Falle. Darüber hinaus lassen sich auch die erwähnten Fraßköder sowie Mittel zur Begasung einsetzen.

Eine Sonderform der Wühlmausfalle sind die Wühlmaus-Selbstschussgeräte. Diese arbeiten mit einem hohen Gasdruck, der den Wühlmäusen die Lunge zerreißt. Das Wühlmausschussanlage aus Stahl wird in den freigelegten Wühlmausgang gestellt. Die Wühlmaus schiebt daraufhin Erde vor sich her, um ihren Gang wieder zu verschließen und löst damit den Schussmechanismus aus.

Als nicht ausreichend wirksam haben sich verschiedene Maßnahmen zur Vertreibung oder Vergrämung erwiesen, wie beispielsweise die Anpflanzung von Feindpflanzen oder der Einsatz von Klappermühlen, Windrädern und Geräten mit Ultraschallerzeugung.

Weitere Informationen zur Bekämpfung von Wühlmäusen und Maulwürfen im Garten:

Bildnachweise:
Foto: Arvicola terrestris (Ostschermaus; Erzgebirge, Germany) von Rabensteiner – Lizenz: gemeinfrei.
Foto: Tote Schermaus “Eine gestorbene Arvicola terrestris aus der Schweiz, Interlaken. Ein Kollege fing sie mit einer Schlagfalle in einem Gang mitten in einem Feld.” von Manuel R. Lizenz: cc-by-30

Jetzt Erdbeeren für nächstes Jahr pflanzen

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Kategorie : Garten

Erdbeerpflanzen für das nächste Jahr jetzt ausbringen

Hobbygärtner, die gern Erdbeeren aus dem eigenen Garten verzehren, sollten bereits jetzt an die eigene Erdbeer-Ernte in der nächsten Saison denken.

Um im kommenden Jahr Erdbeeren im Garten zu ernten, empfiehlt es sich, von sofort an bis spätestens 10. August die neuen Früchte zu pflanzen. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sind Grünpflanzen geeignet, die unmittelbar aus dem Vermehrungsbeet gerodet sind.

Alternativ werden seit einigen Jahren Topfgrünpflanzen von vielen Gartencentern angeboten. Da diese durch das Roden keine Wurzeln verlieren, wachsen sie – insbesondere bei warmem Wetter – sicherer an.

 

Erdbeerpflanzen nicht im gleichen Beet wie im Vorjahr pflanzen.

Wichtig ist ein früher Pflanztermin bis zum 10. August, um für das Folgejahr gute Erträge zu sichern. Nur eine kräftige Pflanze kann genügend Blütenknospen für die kommende Erntesaison anlegen.

Für eine erfolgreiche Erdbeerpflanzung sollte ein humoser, sandiger Lehmboden ohne Staunässe und Verdichtung ausgewählt werden. Erdbeeren sollten in Fruchtfolge gepflanzt werden, das bedeutet, Erdbeeren sollten nicht auf demselben Standort wie im Vorjahr gepflanzt werden. Ideal ist eine drei- bis fünfjährige Anbaupause. Erdbeeren sollten auch nicht direkt nach Kartoffeln folgen, da diese eine Wurzelkrankheit übertragen.

Für den Anbau von Erdbeeren im eigenen Garten sollte auf robuste Sorten zurückgegriffen werden. Es bieten sich dafür Sorten, wie Darroyal, Sonata, Ellianny oder die späte Florence an. Bei der Auswahl des Pflanzgutes empfiehlt es sich, auf anerkanntes Marken-Erdbeerpflanzgut zurückzugreifen, da diese Vermehrungsbestände unabhängig durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen kontrolliert werden.

 

Bildnachweis:

1. Bild im Artikel und Teaser:  ”strawberries” von swirus71  (Lizenz_royalty free)
2. Bild im Artikel und Teaser:  ”Strawberries” von Jundy  (Lizenz_royalty free)

Blattlausplage in Nordrhein-Westfalen

Kategorie : Garten, Tiere

Blattläuse an einer Blüte

Blattläuse an einer Blüte (Foto: greyman@sxc.hu)

Scharen von Blattläusen verschiedenster Art an Rosen, Stauden, Sträuchern und Bäumen zerren zurzeit an den Nerven vieler Gartenbesitzer. Grund für die Plage ist nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen die lang anhaltende Trockenheit und Wärme.

Die lästigen Pflanzenparasiten bevorzugen vor allem die Triebspitzen. Denn hier können sie ihren Rüssel besonders leicht einstechen, um den eiweiß- und zuckerhaltigen Inhalt des Leitungssystems der Pflanzen aufzusaugen. Der nährstoffreiche Pflanzensaft enthält alles, was Blattläuse zum Leben benötigen. Da der Saft aber mehr Zucker enthält als die Blattläuse selbst benötigen, scheiden sie den überschüssigen süßen Pflanzensaft sofort wieder aus. So überzieht er in kürzester Zeit zum Beispiel Gartenmöbel oder frisch gewaschene Autos mit einer klebrigen Oberfläche. Die Pflanzen werden durch den Blattlausbefall unansehnlich, absterben werden sie davon in der Regel aber nicht. Da es reichlich junge Triebe gibt, können sich die Blattläuse besonders stark vermehren.

Natürliche Bekämpfung der Blattläuse

Natürlicher Gegenspieler der Blattläuse sind Marienkäfer sowie Schwebfliegen- und Florfliegenlarven. Dort, wo viele Nützlinge vorkommen, werden die Blattläuse meist in Schach gehalten. Vor allem der inzwischen in unseren Breiten heimische Asiatische Marienkäfer verputzt Blattläuse in großen Mengen.

Wichtigste Methode zur Blattlausbekämpfung im Hausgarten ist nach Aussage der Landwirtschaftskammer die Schaffung optimaler Lebensräume für nützliche Insekten. In einem artenreich bepflanzten Garten stellen sich die natürlichen Gegenspieler der Blattläuse recht zuverlässig ein. Bei geringem Befall können Gartenbesitzer die saugenden Plagegeister abstreifen oder mit dem Gartenschlauch von den Blättern spülen. Auch ein kräftiger Regenschauer schwemmt viele Blattläuse davon. Nur bei einem extremen Massenbefall sollte der Hobbygärtner Pflanzenschutzmittel einsetzen. Hierbei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass ein nützlingsschonendes und bienenungefährliches Präparat verwendet wird, damit nicht auch die Nützlinge geschädigt werden.

Mehr Informationen zum Thema Blattläuse bekämpfen .
Nützliche Insekten kann man anlocken, indem man z.B. ein Insektenhotel selber baut.

Und ganz aktuell und passend zum Thema: Ein interessantes Foto von @indivisuell, wo man sieht, wie eine Ameise ihre Blattlauskolonie beschützt.

Fotonachweis (in diesem Artikel): Foto “Attack” von greyman bei sxc.hu

Das Eichhörnchen ist Deutschlands beliebtestes Gartentier

Kategorie : Garten, Tiere

Deutschlands beliebtestes Gartentier ist das Eichhörnchen. Das ergab eine von der Heinz Sielmann Stiftung von Mitte Februar bis Ende April 2011 laufende online-gestützte Umfrage, über die wir bereits berichtet haben.

Das Eichhörnchen ist das Gartentier des Jahres 2011

Das Eichhörnchen ist das Gartentier des Jahres 2011 (Foto: Frank Terstappen, istock)

Große und kleine Natur- und Gartenfreunde konnten dafür unter sechs zur Wahl gestellten Tieren auswählen. 29 Prozent der Teilnehmer, fast jeder Dritte, entschied sich für das Eichhörnchen. Auf Platz 2 (23%) kam der Buchfink, dem damit fast jeder Vierte seine Stimme gab. Auf Platz 3 wurde der Regenwurm gewählt. Der nimmermüde im Erdreich wühlende Humuslieferant erhielt 16 Prozent der Stimmen.

Dichtauf in der Gunst der Teilnehmer liegen die weiteren drei als Gartentier 2011 nominierten Tiere. Das farbenprächtige Tagpfauenauge kam mit 13 Prozent der Stimmen auf Platz 4. Die Hornisse als überaus nützliche Schädlingsvertilgerin, die lange Zeit in ihrem Bestand gefährdet war, erhielt elf Prozent der Stimmen und damit Platz 5. Der fleißige Sänger im Kirschbaum, der Star, kam mit acht Prozent aller Stimmen auf Platz 6.

Michael Spielmann, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung, sieht durch das Votum für das Eichhörnchen als Gartentier 2011 bestätigt, was Naturschützer seit Längerem mit Interesse beobachten: Das Eichhörnchen, ursprünglich ein reines Waldtier, hat sich die Stadt als Lebensraum erobert – zumindest, wenn es dort noch einige alte Bäume vorfindet. Spielmann sieht darin durchaus Positives: „Das Eichhörnchen mag eigentlich jeder, denn man ist begeistert, wie flink und akrobatisch es klettert. Und für uns ist es ein gutes Beispiel für unser Anliegen, Natur auch in einem städtisch geprägten Lebensumfeld zu schützen.“

Wer Eichhörnchen auch bei sich heimischer werden lassen möchte, sollte alten Baumbestand erhalten. Dazu gehört, rechtzeitig einen Pflegeschnitt vorzunehmen und die Bäume nur auszulichten. Auch Futterstellen und vielleicht sogar das Angebot eines Kobels, eines Eichhörnchennestes, helfen den Tieren, gut über einen harten Winter zu kommen.
Die Heinz Sielmann Stiftung verlost unter allen Teilnehmern an der Wahl als Dankeschön Futterhäuschen und geeignete Nisthilfen. So kann jeder den (Garten-)Tieren seinerseits noch einmal zusätzlichen Lebensraum bieten.

Bildnachweis:
Foto Eichhörnchen im Artikel (Foto: Frank Terstappen, istock)
Foto Eichhörnchen im Teaserslider: (Foto: dudek25@sxc.hu)

Wahl zum Gartentier des Jahres 2011

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Kategorie : Garten

Der Garten ist ein Refugium für Mensch und Tier. Hier lässt sich die Natur aus nächster Nähe erleben. Doch auch wer das Leben auf dem Balkon genießt oder sich beim Spazierengehen an Grünem und Blühendem erfreut, dem sollte bewusst sein: Es gibt im Tierreich viele fleißige Helfer, die zu dieser Pracht beitragen. Für manches Tier ist der Garten sogar das geeignete Lebensumfeld; wir Menschen sollten ihm das erhalten.

Heinz Sielmann

Heinz Sielmann

Deshalb hat die Heinz Sielmann Stiftung die Wahl zum Gartentier des Jahres ins Leben gerufen. Ab 15. Februar 2011 lädt sie alle großen und kleinen Naturfreunde ein, ihr Gartentier 2011 zu wählen. Im Internet auf der Website http://www.gartentierdesjahres.de/ können sie per Mausklick abstimmen. Sechs Tiere stehen zur Wahl: Buchfink, Eichhörnchen, Hornisse, Regenwurm, Star, Tagpfauenauge. Jedes von ihnen leistet einen wertvollen Beitrag im Garten oder findet gerade dort seinen Lebensraum, wie etwa die Hornisse oder das Tagpfauenauge. Andere dieser Nützlinge ernähren sich von Schadinsekten und halten sie so auf natürliche Weise im Zaum. Und manche helfen den Pflanzen bei der Vermehrung, indem sie ihre Samen verbreiten. Ein besonderer Helfer im Garten ist auch der Regenwurm: Unermüdlich wühlt er sich durch den Boden und sorgt dafür, dass aus Pflanzenresten wertvolle, nährstoffreiche Erde wird.

Wahl zum „Gartentier 2011“ – Die Kandidaten

Buchfink

Buchfink

Buchfink

Der Buchfink verdankt seinen Namen zum einen seiner Vorliebe für Bucheckern und zum anderen seinem charakteristischen Gesang, der wie „fink fink“ klingt. Neben diesem sogenannten Finkenschlag ist der Singvogel für seinen ebenfalls lautmalerischen „Regenruf“ bekannt. Charakteristisch für die Finken allgemein ist auch ihr Flugbild mit immer wieder sinkendem wellenartigem Verlauf. Das Gefieder des Männchens ist besonders prächtig: Scheitel und Nacken sind graublau, der Rücken ist kastanienbraun, die hintere Rückenpartie – der Bürzel – grün und die Flügelbinden weiß. Die hübsch anzusehenden männlichen Vögel bleiben oft allein, zumal sie auch hier überwintern, während die meisten Buchfinken-Weibchen in den warmen Süden ziehen. Buchfinken ernähren sich von Beeren, Samen aller Art, auch Insekten und Spinnen gehören zu ihrer Kost. Mit Insekten und deren Larven füttern sie vor allem ihre Nestlinge.

Eichhörnchen

Eichhörnchen

Eichhörnchen

Eichhörnchen, auch Eichkätzchen genannt, gehören zu den Nagetieren. Sie sind geschickte Kletterer – regelrechte Akrobaten im Garten. Ihr langer, buschiger Schwanz hilft ihnen beim Balancieren und Steuern der Sprünge von Ast zu Ast. Die tagaktiven Nagetiere halten keinen Winterschlaf, sondern ruhen in ihren kugelförmigen Nestern, den Kobeln. Alle paar Tage werden sie wach und versorgen sich mit Nahrung aus ihren vergrabenen Vorräten. Nüsse, die sie nicht wieder entdecken oder als Winterfutter nicht benötigen, können keimen und zu neuen Bäumen heranwachsen. Der Bestand der Europäischen Eichhörnchen wird durch die aus Nordamerika stammenden Grauhörnchen bedroht. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts u. a. in Großbritannien angesiedelt. Grauhörnchen übertragen den für Eichhörnchen tödlichen Parapoxvirus, sind aber selbst immun dagegen.

Hornisse

Hornisse

Hornisse

Hornissen stehen in Deutschland unter besonderem Schutz, allerdings nicht mehr auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, da sich ihr Bestand erholt hat. Sie leben in einjährigen Staaten, die aus mehreren hundert Tieren bestehen. Die nachtaktiven Jäger ernähren ihre Brut mit Obstbaum- und Forstschädlingen. Ein Hornissenvolk kann bis zu 500 Gramm Insekten am Tag vertilgen. Die Königin der gelbschwarzen Insekten aus der Familie der Faltenwespen kann bis zu 40 Millimeter groß werden. Arbeiterinnen und Drohnen sind etwas kleiner und können bis zu einer Größe von 30 Millimetern heranwachsen. Ihre Nester bauen sie in natürlichen Baumhöhlen. Da diese selten geworden sind, nutzen sie gern künstliche Hohlräume wie Nistkästen oder Rollladenkästen. Die häufige Angst vor Hornissen ist unbegründet. Zum einen sind sie vorwiegend nachts aktiv, besuchen also kaum als ungewünschte Gäste den Frühstückstisch im Freien. Zum anderen sind sie weniger aggressiv als beispielweise Wespen und setzen ihre Stiche vorwiegend zur Verteidigung ein, wenn sie ihr Nest gefährdet sehen.

Wer ein Insektenhotel als Nisthilfe für Hornissen bauen möchtet findet hier die Bauanleitungen für Hornissen-Nisthilfen.

Regenwurm

Regenwurm

Regenwurm

Regenwürmer kommen nur selten an die Erdoberfläche. Meistens bewegen sie sich mit Hilfe kleiner Borsten und ihrer Ring- und Längsmuskulatur durch das Erdreich. Regenwürmer ernähren sich von pflanzlichen Abfällen und Substrat, die sie einige Zeit zuvor bereits in die Erde gezogen haben. Unablässig wiederholen die nachtaktiven Würmer diesen Prozess des Organisierens, Fressens und Verdauens und durchqueren dabei gründlich die Bodenschichten. Das macht sie so wichtig für die Auflockerung des Bodens, zumal der Verdauungsprozess der Würmer auch für den Boden nützliche Mikroorganismen fördert. So entsteht wertvoller Pflanzendünger mit einem hohen Nährstoffanteil – vielfach höher als der von Gartenerde. Regenwürmer sind Zwitter. Sie atmen durch die Haut und haben lediglich einen Tastsinn sowie lichtempfindliche Sinneszellen am Vorder- und Hinterende. Bis zu zehn Jahre alt und bis zu 30 Zentimeter lang können die zum Stamm der Ringelwürmer gehörenden Tiere werden. Der in unseren Gärten heimische Kompostwurm ist dabei mit 6 bis 13 Zentimetern Länge eher klein. Sein ebenfalls häufiger Verwandter, der Gemeine Regenwurm, erreicht diese stattliche Länge aber durchaus. Schadstoffeinträge in den Boden und die zunehmende Flächenversiegelung gefährden den Bestand dieser nützlichen Würmer, die wesentlich zur Bodenverbesserung beitragen.

Auf unseren Gartenseiten erfahren Sie mehr zum Thema “Regenwürmer im Garten“.

Star

Star

Star

Stare sind eine der weltweit häufigsten Vogelarten. Sie gehören zu den Sperlingsvögeln. Die kleinen Singvögel sind ausgesprochen talentierte Stimmenimitatoren und können Hühner, Möwen oder sogar das Klingeln von Mobilfunktelefonen nachahmen. Ihr Prachtkleid, das Gefieder, das sie zur Brutzeit tragen, glänzt metallisch in schwarzblau. Stare leben gerne im offenen Feld, im Bereich von Siedlungen. Sie bewegen sich das ganze Jahr über in großen Gruppen. Stare ernähren sich von Insekten und Früchten, manche sind Allesfresser. Wenn es kälter wird, sieht man oft riesige Schwärme in Richtung Süden ziehen. Doch nicht alle Vögel verlassen die heimischen Gefilde, ein Teil der Population überwintert in seinem Brutgebiet.

Tagpfauenauge

Tagpfauenauge

Tagpfauenauge

Tagpfauenaugen sind Schmetterlinge, sie gehören zu den Edelfaltern. Auffällig ist ihre wunderschöne Färbung. Auf kräftig rostrotem Grund leuchten an der vorderen und hinteren Flügelspitze schwarz, blau und gelb sogenannte Augenflecken. Neben aller Pracht bietet dies den Tieren klugen Schutz: Mit zusammengeklappten Flügeln sehen Tagpfauenaugen aus wie welke Blätter. Droht Gefahr, entfalten sie ruckartig ihre Flügel. Bei Fressfeinden soll so der Eindruck erweckt werden, sie sähen in die Augen eines größeren Tieres. Die langlebigen Schmetterlinge fliegen jährlich in zwei Generationen: von Juni bis August und von August bis Oktober. Sie ernähren sich hauptsächlich von Brennnesseln. Wer Tagpfauenaugen in den Garten locken möchte, sollte ruhig ein paar Brennnesseln stehen lassen. Zum Überwintern benötigen Tagpfauenaugen geschützte Räume, die leicht feucht sind.

Ab dem 15. Februar kann hier abgestimmt werden http://www.gartentierdesjahres.de/.

Die Heinz Sielmann Stiftung wurde 1994 von dem Tierfilmer und Naturforscher Heinz
Sielmann († 2006), vielen bekannt durch die Fernsehreihe „Expeditionen ins Tierreich“, und
seiner Frau Inge Sielmann gegründet. Sie verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

Bildnachweise:

  • Buchfink: iStock
  • Eichhörnchen: iStock/Frank Terstappen
  • Hornisse: piclease/E. Nerger
  • Regenwurm: iStock Star: iStock
  • Tagpfauenauge: iStock/Marc Guyt
  • Grünfink: piclease/E. Thielscher

Kriegen wir im Herbst und im Winter schlechter Luft?

Kategorie : Garten

Abgefallene bunte Blätter

Abgefallene bunte Blätter

Habt ihr Euch das auch schon einmal gefragt? Denn schließlich fallen ja jetzt alle Blätter von den Bäumen…Und wenn keine Blätter mehr an den Bäumen sind, dann wird doch auch kein Sauerstoff mehr produziert, oder? Noch ist die Luft vielleicht ganz okay, noch gibt es genug grüne Blätter, aber sie werden von Tag zu Tag immer bunter und setzen immer weniger Sauerstoff frei. Warum müssen wir im Winter nicht mit einer Sauerstoffmaske rumlaufen?

Das wäre doch die perfekte Ausrede, um ab heute nicht mehr im Park joggen gehen zu müssen: “Ich will den anderen Menschen nicht die Luft wegnehmen. Es ist doch eh nur noch so wenig da!”

Aber Pustekuchen! Alles Quatsch! Natürlich gibt es auch im tiefsten und längsten Winter genug Luft für alle. Denn  wir dürfen nicht vergessen, dass auf der anderen Seite der Erde gerade der Frühling beginnt und die Blätter auf Hochtouren arbeiten, während sich bei uns die kalte Jahreszeit ankündigt. Außerdem verkriechen sich die Bären und Igel ja auch gerade für ihren Winterschlafen und beim Schlafen atmet man doch auch weniger-verbraucht also weniger Sauerstoff, oder? Somit bleibt mehr für uns! Problem also gelöst.

Doch wie war das nochmal mit der Photosynthese? Warum werden die Blätter im Herbst so schön bunt?

Alle Blätter enthalten das Blattgrün, oder auch Chlorophyll genannt. Dieser Farbstoff lässt mit Hilfe des Kohlendioxids der Luft, des Sonnenlichts und des Wassers der Pflanze Traubenzucker und ein Abfallprodukt namens Suerstoff entstehen. Da nun im Herbst die Tage immer kürzer werden, also weniger Sonnenlicht aufgenommen werden kann, findet ein Abbau an Chlorophyl statt, der dazu führt, dass die Blätter ihre eigentlichen Farben annehmen und in den schönsten Herbstfärbungen erstrahlen: rot, braun, gelb, ocker, orange,… Das Grün hat einfach nur alles überdeckt.

Schön und gut, aber warum fallen die Blätter dann ab?

Auch das ist einfach zu erklären. Würden die Blätter den Winter über am Baum bleiben, würden sie bei Frost gefrieren. Und so würde der Baum dann kein Wasser mehr bekommen, denn der Boden ist ja auch vereist. Darum entzieht der Baum den Blättern im Herbst ihr gespeichertes Wasser. Mit anderen Worten: Er will nicht verdursten. Dabei bildet sich zwischen Blatt und Ast eine Korkschicht, die Blätter fallen zu Boden und werden zu Laub. So schützt der Baum sich außerdem vor abbrechenden Ästen, die schwere Schneemassen auf dem Blätterwerk verursachen könnten. Genauere Informationen, warum das Laub von den Bäumen fällt gibt es auf heimerker.de unter Herbstlaub .

Alles also nur halb so schlimm

Ihr seht, alles ist in bester Ordnung. Wir werden nicht ersticken, die Bäume werden nicht verdursten, wir bekommen Material für unseren Kompost und nebenbei bekommen wir noch ein einzigartiges wunderschönes Naturspektakel zu sehen.

Überdüngung und Mangel – Die meisten Hobbygärtner düngen falsch

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Kategorie : Garten

Gemüsebeete in Hausgärten sind meist überdüngt, Rasen und Zierpflanzen sind dagegen mit Nährstoffen häufig unterversorgt, das ergab eine Auswertung von 720 analysierten Bodenproben durch die  LUFA NRW der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Danach sind die Gemüsebeete zu vier Fünftel mit Phosphor und Kalk überversorgt. Außerdem weisen die Flächen 75 Prozent zu viel Kalium und 25 Prozent zu viel Magnesium auf. Hingegen litt ein Drittel der Beete unter Magnesium-Mangel. Die Rasenflächen wiesen zu 50 Prozent einen Magnesium- oder Kaliummangel auf und bei sieben Prozent fehlte Phosphat. Andererseits waren 60 Prozent der Rasenproben mit Kalk überversorgt.

Düngen: Überdüngtes Gemüsebeet

Im Gemüsebeet neigt der Hobbygärtner zur Überdüngung (Foto: Ayla87@sxc.hu)

Phosphat ist der wichtigste Energieträger der Pflanze und nötig für Blüte, Fruchtbildung und Reife. Magnesium benötigen Pflanzen zum Aufbau des Blattgrüns. Kalium ist ein Mineralstoff für verschiedenste Stoffwechselfunktionen. Kalk ist ein Bodendünger zur Erhöhung des pH-Wertes im Boden und der Verbesserung der Bodenstruktur.
Jedes Jahr zu Frühlingsbeginn stellt sich der Hobbygärtner die Frage, ob er düngen muss. Viele gehen davon aus, dass stets gleiche Mengen des üblichen Düngemittels ausgebracht werden müssen. Dies ist meist die falsche Entscheidung, so die LUFA. In regelmäßigen Abständen sollte der Hobbygärtner deshalb seinen Boden untersuchen lassen. Das sorgt für eine harmonische Pflanzenernährung und schont die Umwelt. Das Ergebnis einer Bodenuntersuchung kann zwei bis drei Jahre lang als Grundlage für Düngungsmaßnahmen dienen.
Die LUFA NRW bietet den Hobbygärtnern in diesem Frühjahr wieder gegen eine Gebühr von 15 Euro plus Mehrwertsteuer eine Untersuchung auf pH-Wert, Phosphor, Kalium und Magnesium im Gartenboden an. Der Einsender erhält nach etwa zwei Wochen die Ergebnisse mit Beurteilung und Düngeempfehlung zurück. Wer eine individuelle Nährstoffempfehlung wünscht, kann diese für zusätzliche 12 Euro ebenfalls bei der LUFA bestellen. Hinweise zur Probenahme und Auftragsformulare gibt es unter www.lufa-nrw.de.