
Google Streetview Einspruch
Hausbesitzer aufgepasst:
Sie haben es vielleicht schon in seriösen Zeitungen gelesen oder im Fernsehen gesehen. Für Ihr Haus gibt es jetzt eine neue Bedrohung: Google Streetview. Das sind Autos mit Kameras, die Ihr Haus und Sie die ganze Zeit unausgesetzt beobachten und für das Internet filmen. Egal ob Sie gerade ungestört nacktbaden oder Ihren Frühstückschampagner auf der Terrasse trinken wollen. Besonders, wenn Sie Politiker sind. Dann können nämlich plötzlich Krethi und Plethi einfach Ihre Hausfassade anschauen – ohne vorher von Ihren Leibwächtern eingehend untersucht worden zu sein.
Aber nicht mit uns! Wir haben hier jetzt die besten Heimwerker-Tipps gesammelt, mit denen Sie Ihre Hausfassade vor den gierigen Google Streetview-Kameras und den unausweichlich folgenden Ausspähversuchen durch Einbrecherbanden auf allen Kontinenten effektiv schützen können. Die besten Tricks zur Fassaden-Verkleidung, mit denen Sie sich der gierigen Datenkrake entziehen werden.
Zum Abschrecken von Verbrecherbanden
Lassen Sie Ihr Haus beschützter wirken, als es wirklich ist. Zu diesem Zweck gibt es eine Menge praktischer Attrappen von Sicherheitskameras, Alarmanlagen, Sirenen und Selbstschuss-Anlagen. Fragen Sie auch einmal beim früheren DDR-Staatsschutz nach, dort gibt es noch günstige echte Restposten zu ersteigern. Pappaufsteller von stark bewaffnetem Sicherheitspersonal hinter Büschen und Fenstern sind ebenfalls sehr effektiv.
Merke: Echte Überwachungskameras lohnen sich allerdings eher für den Indoor-Einsatz, z.B. im Zimmer des AuPair-Mädchens.
Verpixeln Sie selber Ihre Hausfassade
Auch wenn Google verspricht, Ihr Haus nachträglich zu verpixeln, sollten Sie hier nichts dem Zufall überlassen. Verpixeln Sie Ihre Fassade lieber selbst.
Ein paar findige Hersteller haben bereits die passende Fassadenfarbe mit extra starkem Verpixelungseffekt erfunden, die der Heimwerker ganz einfach im Baumarkt kaufen kann.
Klicken Sie rechts für eine Großansicht des innovativen Produktes aus dem Hause “Privater Wohnen”. Auf Wunsch auch mit einem großen schwarzen Balken aus Dachpappe!
Täuschen Sie eine ärmere Wohngegend vor
Ein Super-Tipp, wenn Sie Ihr Haus von Außen mit Blattgold und Diamanten verziert haben – täuschen Sie der Kamera einfach vor, dass dort eine Bruchbude steht.
Das geht ganz einfach, mit einem günstigen Bretterzaun und einer Fototapete – z.B. von JuicyWalls.
Nehmen Sie als Motiv einfach ein Foto des Elternhauses Ihres rumänischen Kindermädchens, und schon will niemand mehr bei Ihnen einbrechen.
(Vorsicht: Ihr Zaun sollte allerdings mindestens 2 Meter hoch sein)

Schutz durch Fassadenverkleidung
Diese Methode ist besonders in den Karnevalshochburgen beliebt. Verkleiden Sie einfach Ihre Fassade so, dass sie auf den Bildern nicht mehr erkannt werden kann.
Kostümversender bieten extra zu diesem Anlass lustige Verkleidungen und Nasenbrillen in XXL an.
Der Expertentipp von unserer Rechtsanwaltsfrau:
Wählen Sie eine möglichst obszöne Verkleidung. Auf diese Weise darf Google die Bilder in den prüden USA und im Apple Appstore gar nicht zeigen.
(Gut, wir geben es zu: die Idee mit dem Nippel ist gar nicht von unserer Rechtsanwaltsfrau, sondern von dem Twitterer bov)
Und noch ein wichtiger Hinweis: Am effektivsten gehen Sie vor, wenn Sie Ihren Protest gegen Streetview öffentlich machen und sich dafür mit Ihrem vollen Namen vor Ihrem Haus für die Lokalpresse im Internet ablichten lassen.
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Hier finden Sie einen interessanten Google Streetview Fehler
(Fotonachweise: Das (un)verkleidete Haus stammt von Eva Schuster (eschu1952) auf sxc.hu., das Bild der Bruchbude stammt von Ian Beeby auf sxc.hu. Die “verfremdete” Fassadenfarbe stammt eigentlich von Schöner Wohnen und ist im Internet käuflich z.b. bei Hagebau zu erwerben.)







